
Schon auch ein Statement


Kommenden Donnerstag, 06.08. um 21.00 zeigen wir Eine Insel und eine Nacht vom Collective Pirates des Lentillères (F 2023, 100 Min., 11 Sprachen o. UT).
Rund um ein Feuer erzählen sich Reisende und Pirat*innen ihre Erinnerungen, ihre Träume und ihre Kämpfe. Von einer Sprache zur anderen, von einer Erzählung zur nächsten hören wir das Donnern des Sturms und das Rauschen der Blätter, die drohende Sirene und die verrückten Tänze, der Klang der Säbel und das Zwitschern der Vögel. Bis zur Morgendämmerung wandeln wir auf den tausend und ein Wegen dieser eingebildeten aber dennoch existierenden Insel.
Eine Insel und eine Nacht ist ein Spielfilm, der in zwei Jahren kollektiv von den Besetzer*innen des “Quartier Libre des Lentilleres” realisiert wurde. Ohne Untertitel aber leicht verständlich in französischer und vielen weiteren Sprachen nutzt der Film die Kraft der Fiktion, um über das Reale zu sprechen: Wie kann ein Leben jenseits von Ausbeutung und Zerstörung aussehen? Wie strahlt der Widerstand dieser urbanen ZAD (Zone A Défendre / zu verteidigende Zone) in die Welt aus? Und welche Bedrohungen gilt es zu überwinden. Kann sich dieses bunte und kämpferische Viertel gegen die Einhegungsversuche von Stadtplanung und Immobilienbranche wehren?
Dieser selbstverwaltete Ort rettet die letzten garten- und landwirtschaftlichen Anbauflächen von Dijon. Im Widerstand gegen ein Betonbauprojekt, das sie immer noch bedroht, sind seit 2010 diese acht Hektar besetzt, der Verwertung entzogen und werden fortwährend kultiviert und ausgebaut. Mitten in der Stadt hat sich diese verwilderte Fläche in ein selbstorganisiertes lebendiges Viertel verwandelt.
Im Anschluss: lockerer Austausch auf Englisch mit einem Mitglied des Kollektivs.

Wie immer ohne Eintritt, einen Spendenhut lassen wir nach dem Screening rumgehen. Bar öffnet 19.30.
Wetter:Bei etwas unsicherem Wetter vertrauen wir unseren großen Pavillons, bei miesem Wetter sehen wir uns im Café Linus, Hertzbergstr. 32 (Nähe Richardplatz). Checkt hierzu gern unsere aktuellen Meldungen an dieser Stelle!
Keine Barrierfreiheit:Im Garten ist der Zugang zur Kinofläche nicht barrierefrei (Treppenstufen). Ebenso nicht zur Toilette. Nächste barrierefreie Toilette: Alfred-Scholz-Platz, Ecke Richardstraße (ca. 300 m). Der Zugang zum Café Linus ist ebenso nicht barrierefrei (Schwelle), auch nicht die Toilette. Nächste barrierefreie Toilette: Richardplatz, mittig (ca. 150 m).
Do 06.08. * 21.00
Ein Insel und eine Nacht. Collective Pirates des Lentillères (F 2023, 100 Min.)
Ein Musical, eine Fiktion, ein Spielfilm, kollektiv erstellt von den Besetzer*innen des Quartier Libre des Lentillères in Dijon, Frankreich. Das selbstverwaltete acht Hektar große Viertel ist seit 2010 widerständig gegen Räumungsgefahr und Einhegungsversuchen von Stadtplanung und Immobilienbranche. Ohne Untertitel, in 11 Sprachen, dennoch leicht verständlich. Im Anschluss: Lockerer Austausch mit einem Mitglied des Kollektivs.
Do 20.08. * 20.45
Los sueños que compartimos – Die Träume, die wir teilen. Valentina Leduc (MEX 2025, 102 Min., Spanisch, Tzeltal, Englisch, Deutsch mit dt. UT)
Eine andere bessere Zukunft zeichnet sich in vielen Geografien des antikapitalistischen Widerstands ab, vorangetrieben durch kollektive Organisierung und solidarischer Bezugnahme. „Die Reise für das Leben“ der zapatistischen Delegationen verbindet viele Kämpfe widerständiger Communities, so auch jene um Autonomie, Territorien, Wasser, nachhaltige Ökosysteme, klimagerechte Energiegewinnung, in Chiapas und Puebla (Mexiko), Froxan (Galizien/Spanien), Lützerath und Hambacher Forst. Im Anschluss: Austausch mit Menschen aus der Solibewegung (angefragt). Ab 19.00 Küfa mit Pizza aus dem Lehmofen!
Do 27.08. * 20.30
My stolen planet. Farahnaz Sharifi (D/Iran 2024, 82 Min., Persisch mit dt. UT)
Mithilfe tagebuchartiger Erinnerungen der Regisseurin und gesammelten privaten alten 8mm-Filmaufnahmen Dritter lotet der Film den Kontrast zwischen häuslicher Freiheit und äußerer Unterdrückung im Iran seit der Revolution 1979 aus. Dabei interessiert besonders die Situation von Mädchen und Frauen. Im Anschluss: Austausch mit „Iranische Aktivist*innen im Exil Berlin“.
Di 01.09. * 20.30
Of mud and blood. Jean-Gabriel Leynaud (F/D 2025, 90 Min., Französisch, Swahili, Kinyarvanda mit engl. UT)
Der Film verfolgt das Alltagsleben der Menschen in Numbi, einer kleinen Stadt im Osten Kongos, in Süd-Kivu. Mit bloßen Händen wird Coltan-Erz abgebaut, auch für unsere Handys. Während multinationale Konzerne ihr Rohstoffe über oft undurchsichtige Kanäle beziehen, stecken die Bergleute in einer informellen Wirtschaft, die ihnen nichts hinterlässt. Am Ende des Films rückt die M23-Miliz näher. Im Anschluss: Austausch mit Dorcas/Free Congo Collective und Amisi Musada (kongolesischer Investigativ-Journalist zu Menschenrechten).
Wie immer ohne Eintritt, einen Spendenhut lassen wir nach dem Screening rumgehen. Bar öffnet jeweils 19.30, am 20.08. mit der Küfa bereits um 19.00.
Wetter: Bei etwas unsicherem Wetter vertrauen wir unseren großen Pavillons, bei miesem Wetter sehen wir uns im Café Linus, Hertzbergstr. 32 (Nähe Richardplatz). Checkt hierzu gern unsere aktuellen Meldungen an dieser Stelle!
Keine Barrierfreiheit: Im Garten ist der Zugang zur Kinofläche nicht barrierefrei (Treppenstufen). Ebenso nicht zur Toilette. Nächste barrierefreie Toilette: Alfred-Scholz-Platz, Ecke Richardstraße (ca. 300 m). Der Zugang zum Café Linus ist ebenso nicht barrierefrei (Schwelle), auch nicht die Toilette. Nächste barrierefreie Toilette: Richardplatz, mittig (ca. 150 m).
Die nächste Küfa steht, diesen Donnerstag, 30.07. ab 19.00. Wir freuen uns auf euch!
Euch erwartet ein lauschiger Sommerabend mit mexikanischen Speisen und kühlen Getränken.
Mitschnippeln ab 16.30.


Zusammenkommen, gemeinsam kochen & essen, sich austauschen und vernetzen gegen die Zumutungen des kapitalistischen Alltags, die Ernährungsmisere, die Teuerungen, die weiter steigende Miete die alles auffrisst? Kommenden Donnerstag 11.06. ab 19.00 gibt es eine solidarische, nichtkommerzielle Küche Für Alle. Euch erwartet ein veganes-vegetarisches Essen und gekühlte Getränke auf Spendenbasis. Kommt gern vorbei zum Mitschnippeln, ab 16.30.
Zukünftig kann es zum Nachtisch gelegentlich durchaus auch kleine Inputs und Gespräche zu aktuellen Ereignissen, Veranstaltungen oder Kampagnen geben, vielleicht ja auch von dir/euch!
Wir suchen auf alle Fälle noch Menschen die bei unserer Soliküche mitkochen & mitorganisieren wollen. Sprecht uns gerne an.
Sollte es mal ein bissl regnen – wir haben große Schirme & Pavillons. Etwaige Überschüsse werden wir gemeinnützigen emanzipativen Initiativen zuführen.

Erst zusammen feiern, dann zusammen schwitzen! Die Saunistas laden euch für den Sonntag 24.05. ab 15 Uhr herzlich ein und freuen sich über jede Unterstützung für das Vorhaben und das baldige gemeinsame Saunieren. Kommt rum, bringt eure liebsten Menschis mit und lasst uns den Frühling feiern!

Ágora Juan Andrés Benítez ist ein besetztes Areal in Raval, einem sehr dicht bewohnten und stark von migrantisierten Arbeiter*innen geprägten Viertel Barcelonas. Hier entwickelten Nachbar*innen, Kollektive und Communities einen selbstorganisierten Raum gegenseitiger Unterstützung. Die Agora ist vieles: ein widerständiger Ort von Bewohner*innen für Bewohner*innen, ein Ort für Kinder und Familien, ein Gemeinschaftsgarten, ein Treffpunkt politischer Gruppen, Essen wird umsonst ausgegeben, Filme werden gezeigt. Er bietet mit seinem vielen Grün Schutz vor der zunehmenden Hitze, aber generell auch vor Polizeirepression, der die Bewohner*innen des Stadtteils in besonderem Maße ausgesetzt sind.
Die Besetzung erfolgte in Erinnerung an die Ermordung von Juan Andrés, einem Bewohner von Raval. Er wurde 2013 durch acht Polizeibeamte derart verprügelt, dass er in Folge der massiven Verletzungen im Arrest starb. Die Besetzung richtete sich zudem auch gegen das zunehmende Spekulations- und Tourismusfieber im Viertel.
Vor ein paar Tagen nun erschienen Vertretende der staatlichen Bank SAREB, um dem Ort eine Räumungsklage zuzustellen. An SAREB und seinem 25 Milliarden-Portfolio sind übrigens die US-amerikanischen Investmentfonds Blackrock und KKR beteiligt.
Gegen die drohende Räumung formiert sich aktuell eine breite Solidaritätsbewegung, die weit über die Grenzen des Viertels und der Metropole hinausreicht. Eine offene Versammlung wurde seither in der Agora abgehalten, ein Protestfest veranstaltet, ein Camp wird eingerichtet, um sich der für den 14.05. geplanten Räumung entgegenzustellen. Gegen die Macht der Banken, der Immobilienhaie, Spekulanten und der Stadtregierung, gegen deren gentrifizierende und repressive Politik mobilisieren die vereinigten Nachbarschaften, viele Organisationen, Gruppen, Menschen, um den mittlerweile einzig verbliebenen selbstorganisierten Communityspace in der Nachbarschaft zu verteidigen. Die Agora bleibt!
Unterschreibt gern diesen Aufruf!
Für Gruppen hier!

Am 17.04. ist Internationaler Aktionstag des kleinbäuerlichen Widerstands. Er erinnert an das Massaker in Brasilien vor 30 Jahren, bei dem die Militärpolizei 21 landlose Arbeiter*innen tötete. Seither ruft der Grassroots-Verbund La Via Campesina für diesen Tag weltweit zu Aktionen auf. Kleinbäuer*innen, Landlose, Landarbeiter*innen, Indigene und Fischer*innen kämpfen um Landrechte und für freien Zugang zu Land und anderen Ressourcen, für tiefgründige transformative Agrarreformen und setzen sich für Ernährungssouveranität ein.
THERE IS NO PEACE WITHOUT JUSTICE, AND NO JUSTICE WITHOUT RESISTANCE AND COLLECTIVE ACTION!
