Gehostet durch das Kunstkollektiv „Hosenträger*innen“.
Im Zerfallen staut sich die Zeit auf, Grenzen verschieben sich, es kriecht, rennt, kullert, wabert, bis sich alles neu justiert. Unsere Ausstellung De-Composition befasst sich genau damit – Prozessen, dem Übergang, dem Aus/Ineinanderfallen von Schichten, Bedeutungen und Zuständen. In diesen Zeiten, in denen uns westliche patriarchale Mächte immer noch das Märchen einer Stabilität des Kapitalismus verkaufen wollen, machen wir einen Gegenvorschlag: warum nicht auch einmal wackelig sein, unsicher, sensibel und zerstreut gegenüber dem was war, ist und sein wird. Deshalb wollen wir mit unserer Ausstellung dahin gehen, wo alles im Fluss ist, auch dahin, wo sich Schönheit, Ambivalenz und politische Bedeutung treffen.
In performativen Installation- und Videoarbeiten, Fotografien, Malereien und Skulpturen erkundet das Hosenträger*innenkollektiv, wie sich Körper, Räume, Erinnerungen und Natur im Zustand des Auseinander/Inenanderfallens verändern – und dabei vielleicht so etwas Neues entstehen kann. Zerfall wird so nicht als ein abgeschlossener Vorgang mit Anfang und Ende gedacht, sondern als eine Art Durchlässigwerdens: von Form, von Identität, von binären Strukturen.
Also kommt! Begebt euch mit uns ins Dazwischen, lasst uns verweilen in der Veränderung und dann schauen wir einfach mal, was wird.
Überschüsse gehen an Familien in Palästina. Übrigens, die Prachttomate findet ihr wie gehabt in der Bornsdorfer Straße.
